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Gefühl der Macht

Als ich die Transe Ewert traf, postete diese in Folge unserer Begegnung, folgenden Satz:

„Noch halte ich meine Macht im Zaum, damit ich nicht zu viele Menschen auf einmal umwerfe.“


„Umwerfen?!“, fragte ich mich, „war es etwa das, was Felicia, nach unser ersten Begegnung, tatsächlich über mich gedacht hat? Umwerfend?! OMG, wie liebenswert.“, dachte ich bei mir selbst. Verrückt, aber liebenswert.

Und damit hatte mich diese Fotze natürlich tatsächlich gehonigtopft.

„Was aber meinte Felicia bloß mit Macht?“, fragte ich mich.

Denn ich hatte doch alle meine Macht aufgegeben, so dachte ich. Wie ein Vampir, im Tageslicht, war ich in Staub zerfallen.

Was also erkannte Felicia, was ich nicht sah?

Macht.


Und so begann ich mir Gedanken diesbzgl. zu machen. Denn ich hatte, als „terf“ tatsächlich ein Gefühl der Macht empfunden.

Was bedeutet Macht?

Macht ist die Gesamtheit der Mittel und Kräfte, die jemandem oder einer Sache andern gegenüber zur Verfügung stehen; Einfluss bedeutet Macht.

Und so dachte ich mir, vllt ist dieses Gefühl der Macht gar nicht, wie von mir fälschlicherweise angenommen, gekoppelt an die „terf“, sondern Einfluss kann ich auch so nehmen.


Und ich überlegte also weiter. Wie kam es überhaupt dazu, dass ich ein Gefühl der Gesellschaftlichen Macht empfunden hatte?

Die Antwort: Weil ich, als „terf“ bereit gewesen bin, die Verantwortung zu übernehmen.

Und was bedeutet jetzt Verantwortung?

1a. [mit einer bestimmten Aufgabe, einer bestimmten Stellung verbundene] Verpflichtung, dafür zu sorgen, dass (innerhalb eines bestimmten Rahmens) alles einen möglichst guten Verlauf nimmt, das jeweils Notwendige und Richtige getan wird und möglichst kein Schaden entsteht

1b. [ohne Plural] Die Verpflichtung, für etwas Geschehenes einzustehen [und sich zu verantworten].


Und wenn ich mir das bewusst mache, dann leuchtet es mir augenblicklich ein, wieso ich das Gefühl der Macht heute nicht mehr fühle.

Weil ich am allerliebsten die Verantwortung von mir weisen würde. Das Gefühl der Macht wird erst dann wieder entstehen, sobald ich bereit bin wieder die Verantwortung zu übernehmen, so denke ich.


Aber war es so? Ist es tatsächlich so gewesen, dass du die Verantwortung von Anfang an abgelehnt hättest?

NEIN, das war nicht so. Sondern ich war tatsächlich schon ganz kurz davor, die Kurve zu kriegen und im Lichte aufzugehen, bis zum radikalen Absturz kam.

Und was ist es gewesen, was den Absturz verursacht hat?

War es, weil du gestresst warst, wegen eines Videos? Nope.

Das war es nicht. Sondern ich hatte folgenden Text geschrieben.

I feel you.

Die darin vor mir beschriebene Penetration der Transe Ewert, die mit Penis kein Problem für mich darstellen würde, ohne hingegen einen enormen Ekel erzeugt, sowie das Wissen, dass die „terf“ hier mitlesen und dass die allesamt jetzt Bilder im Kopf haben denken, dass ausgerechnet ich jetzt klaffende Axtwunden penetrieren würde, das ist es gewesen, was den Umsturz erzeugt hat.

Mein Ekel. Und die Folgegefühle des Schams und der Wut.

Und deshalb ist es dringend an der Zeit, dass ich mich jetzt intensiv, mit meinem eigenen Ekel auseinandersetze. Denn dieses, mein treibendes Gefühl des Ekels, führte in folge dazu, dass mich nun die ganze Welt, selbst, für eine Ekelhafte Sadistin hält.

Also dann.


Emotions- Lexikon die Nächste: Der Ekel


Relevant für mich ist, dass die Wertschätzung der eigenen „Geschmacksgrenzen“ der beste Schutz ist gegen Ekel.


Was IHR begreifen müsst ist, dass Ekel IMMER offen kommuniziert werden will. Ich kann also prinzipiell überhaupt nichts dafür, dass ich euch permanent als „Ekelhafte“ bezeichnet habe. Aber ich gelobe Besserung, in dem ich meine eigene Geschmacksgrenze wahre und die Penetration „klaffender Axtwunden“ einfach ablehne.


Wann ist Ekel gerechtfertigt und wie kann ich dem Ekel entsprechend sinnvoll handeln?


Was ich begreifen muss ist, dass ich keiner tatsächlichen Gefahr unterlaufe, gefährdet und/ oder vergiftet zu werden, selbst dann nicht, wenn ich an einer klaffenden Axt- Wunde lecken würde.

Baahhhh. Diese Vorstellung ist einfach sowas von ekelhaft. Mein gesamter Körper zieht sich zusammen. Trotzdem keine Lebensgefahr.


Was die Transe Ewert begreifen muss ist, dass „wenn wir mit Menschen konfrontiert werden, sowie ich, die unser Schamgefühl missachten, es sinnvoll ist, sich klar und deutlich zu wehren, sich abzugrenzen, dies zu kommunizieren und sich Unterstützung zu holen.“


Weswegen Lehmann, du und auch der Rest dieser Gesellschaft klar und deutlich verstehen sollte, ich fühle mich NICHT unterstützt.

Sondern ich werde durch euch genötigt, meine innersten Scham- und Intimgrenzen zu missachten und über Bord zu werfen, damit es euch gut geht. Und ich erhalte von euch KEINE Unterstützung.

Ganz großes Kino, Leute. Vor allem von dir Lehmann.


Was also tun?

Pflaster abreißen und ran an den Speck. Und Tulli die klaffende Axtwunde lecken. Ist doch klar.

Scheiß auf das was die „terf“ denken. Natürlich lecke ich klaffende Axtwunden. Wer denn nicht?

Denn du hast einfach nicht gelebt, hast du niemals eine klaffende Axtwunde geleckt oder penetriert.

Ihr seht mich lachen.


5 Minuten Pause.

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