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Sei einfach glücklich

„Sei einfach glücklich!“, sagt Sven Lehmann, „immerhin will ich bloß, dass du Transen ihre klaffende Axt- Wunde penetrierst.“

Wieso sollte ich deswegen glücklich sein, Lehmann? Was an meinem Leben sollte mich glücklich machen? Die Armut? Der Ekel? Das Felix mich benutzt hat?

Ich hatte einmal das Gefühl von Erfolg und Macht in meinem Leben und das war als „terf“. Als solche fühlte ich mich geliebt und anerkannt.

Weswegen ich mich heute bloß noch Ohnmächtig fühle.

Denn wenn ich meinen Kontostand betrachte, dann weiß ich, dass das alles nicht stimmt. Alles Illusion.

Ich besitze keine Macht, hatte niemals welche und Erfolg werde ich auch niemals haben im Leben.

Und so akzeptiere ich mein Schicksal und ich akzeptiere, dass ich lebenslang in Armut und Isolation leben werde.


Ach, Nein. Stimmt ja. Wenn ich mich jetzt noch drei weitere Jahre unentgeltlich engagiere, kontaktiert mich irgendwann evtl. Felix und wir können ne Stunde chatten und ich bekomme 50 Euro oder so, von dem. Nachdem ich bereits 40 Euro in das Ticket nach Bonn investiert habe. 100 für Gras und Süßigkeiten. Selbst schuld. Wer verliebt sich auch in ne Transe auf Twitter?

Denn das bedeutet Prostitution nun mal für mich. Am Ende zahlst du drauf, mit all deinem Sein.


Wieso bloß mangelt es dir an Glauben und wieso bist du nicht engagiert?


Denn immerhin bezahlen die Transen mir eventuell sogar einen Anwalt, sollte ich diesen ihretwegen benötigen. Evtl. Man weiß es nicht.

Juchu. Gelebte Dystopie.


Wie kann diese Gesellschaft, die mir so sehr ins Gesicht spuckt, von mir erwarten, dass sie mir heute noch was bedeutet?

Tut sie nicht.


Muss hart sein, Ewert.

Alle Anträge abgelegt und trotzdem sieht die Öffentlichkeit in dir nur „Felix, den Möbelpacker!“ Hartes Schicksal. Endgegner Biologie.


F. ich habe eine Idee. Du solltest am besten immer dein Zertifikat mit dir rumtragen, auf dem steht, dass Felix eine Frau sei. Das kannst du den Menschen dann vorzeigen, wenn sie dich mal wieder als Mann sehen.


Über Transen zu lachen, ist die einzige Freude, die ich noch habe.

Fast.


Denn im Gegensatz zu Felix, werde ich zwar auf Twitter missachtet, offline hingegen nicht.

Wenn die Transe Ewert die Wohnung verlässt, muss er Angst vor Gewalt haben. Das ist bei mir anders.

Die Menschen lieben mich.


Weswegen ich wieder eine sehr großzügige Einladung erhalten habe.

Ein kurz Urlaub, am WE, in ein schönes Hotel, mit Massage.

Und natürlich Sex. Den hatte ich kurz vergessen. Das passiert mir öfter.


Wie ihr wisst, aufgrund der Depression habe ich lange Zeit gar nicht mehr mit den Männern geredet. Dabei hatte ich tatsächlich sehr großzügige Angebote dabei.

Konnte sie aber nicht annehmen, denn dann hätte ich den Abstand zu meinem Bett verringern müssen und das wollte ich nicht.

Eines meiner liebsten Angebote empfand ich dabei, ein Wochenende im Tropical Island. Mit ganz vielen Rutschen.

Es ärgert mich heute noch, dass ich da nicht bei sein konnte. Aber wer keine Termine einhalten kann, der kann nicht ins Tropical Island fahren.

Zudem haben dicke Mädchen einfach keinen Sex verdient.


Deshalb drückt mir die Daumen, dass ich dieses Mal, nicht wieder resigniere.

Sondern ich einfach bloß glücklich sein werde.

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