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Chancengleichheit, F.

Redhidinghood, ich muss dir was erzählen. Aber eigentlich will ich das gar nicht, weil mir das voll unangenehm ist und ich bereits jetzt EINZIG, aufgrund meiner Erinnerung getriggert bin und wütend werde, über das Folgende was jetzt kommt.

F. Weil du es bist.

Wie ich in meinem letzten Beitrag bereits niedergeschrieben und behauptet habe, am Anfang der Transdebatte, da verstand ich noch nicht einmal den Vorwurf ,hinter dem Vorwurf der „Transfeindlichkeit“. Und das war tatsächlich so. Klar bin ich transfeindlich, dachte ich bei mir selbst. Wer den nicht?! So meine überzeugten Gedanken, zum Beginn der Debatte. Ich konnte mir nicht mal vorstellen, dass es Leute geben würde, die nicht transfeindlich sind.


Tatsächlich allerdings, da hätte ich es besser wissen müssen.

Denn als ich ca. 15 Jahre alt war, da hatte ich einen Klassenkameraden namens Philipp K.

Und dieser hatte an einem, für mich, schicksalhaften Abend Beverly Hills Cop geguckt.

Woraufhin dieses Schwachstrom – Gehirn, am nächsten Schultag also, aufgrund meines Namens Alex, auf die glorreiche Idee kam, mich „Axel Foley“ zu nennen, wie der Beverly Hills Cop.

Der meinte das natürlich nicht böse, sondern der hatte ne Assoziation im Kopf. Wegen Alex und Axel. Der fand das gut. Ich nicht.

Denn während Axel Foley (in Englisch ausgesprochen) ,für den Moment, zwar noch halbwegs passabel klang und ich mich einmalig nicht daran gestört hätte, entwickelte mein Klassenkamerad ,in Folge daraus, den deutsch- klingenden Namen „Axel“ und entschied für sich, dass das für ihn jetzt mein neuer Name sein sollte.

Ungelogen. Von diesem Moment an, nannte mich dieser Spasti fortan nur noch und ausschließlich Axel (in Deutsch) und das so gut wie jeden Schultag.

Aber ich war ein 15 Jähriges Mädchen und ich wollte einfach nicht, dass der mich Axel nennt, statt Alex. Denn das war nicht mein Name, aber das störte den nicht, sondern er misgenderte mich ,so gut wie jeden Tag. Als 15 Jähriges Mädchen, mitten in der Pubertät. Das war absolut nicht cool.

Was passierte natürlich. Umso mehr ich mich darüber aufregte, dass der mich Axel nannte, statt Alex, desto mehr provozierte das meinen Klassenkameraden und er fühlte sich besonders herausgefordert dahingehend, mich zu provozieren und mich extra noch damit auf die Palme bringen zu wollen, indem er mich Axel nannte.

Und so misgenderte ,dieser Hurensohn, mich quasi jeden scheiß Tag und ich werde ungelogen immer noch wütend gerade, wenn ich daran denke.

Die Situation eskalierte dann irgendwann einmal. Denn der hörte nun mal einfach nicht auf damit, mich Axel zu nennen. Bis ich platzte.

Ich habe ihm damals einmal, mit meinem Holz- Lineal ,auf den Kopf geschlagen. Weil ich so wütend war und ich mir nicht mehr anders zu helfen wusste. Danach hatte er ein kleines Loch, im Kopf, welches sogar genäht werden musste. Aber er hatte es sich nun mal auch gefragt. Und zumindest, für den Moment, da hatte ich endlich meine Ruhe und er hielt endlich einmal die Fresse.

Gänzlich geholfen hat es aber letzten Endes natürlich auch nicht.

Denn ca. 10 Jahre nachdem die Schule schon lange Zeit vorbei war, da traf ich Philipp zufällig noch einmal wieder. Wir freuten uns irgendwo klar einander als bekannte Gesichter erneut wieder zu sehen, aber ratet mal?!

Natürlich misgenderte mich dieser Bastard auch diesmal wieder und er nannte mich erneut und immer noch Axel.

10 Jahre nach der Schulzeit noch.


Redhidinghood, solltest du mich jemals Axel, statt Alex nennen, dann würde ich das tatsächlich also ebenfalls als Gewalt empfinden. Denn ich werde gerade ungelogen so wütend, sobald ich daran denke, was der Philipp doch für ein Spasti war.

Denn es brachte mich wirklich auf die Palme. Ich wollte das nicht. Und ihr müsst euch das mal vorstellen. Ich war mitten in der Pubertät. Das war schrecklich für mich. Denn es war erstens nicht mein Name und zweitens misgenderte es mich.

Und das, als 15 Jähriges Mädchen, mitten in der Pubertät. Solch ein Arschloch.


Wahrscheinlich wäre es zwar heute, F., wenn du das jetzt bei mir machen würdest, nicht mehr ganz so schlimm, wie damals in der Schule, als ich, mitten in der Pubertät !!!, JEDEN TAG, von meinem Klassenkameraden misgendert worden bin. Und der hörte und hörte einfach nicht damit auf, mich permanent Axel, statt Alex zu nennen.

Und das, obwohl wir uns regelmäßig deswegen in den Haaren lagen und ich mich natürlich auch deswegen wehrte. Aber ist klar, umso höher mein Widerstand war, desto mehr freute es den Sadisten, in meinem Klassenkameraden.

Allein die Erinnerung daran, jetzt wieder gegeben haben zu müssen, das hat mich traurig und wütend zugleich gemacht.


Redhidinghood, fang mit dieser Information an, was auch immer du möchtest.

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